Dominik KuhnDominik KuhnDominik Kuhn

 
 
 
 

Der Anglikaner hat mit "Voice Actor" irgendwie das schönere Wort für das, was man als ambitionierter "Sprecher" (und es ist wirklich nur die übliche Übersetzung des deutschen Wortes) so macht - nämlich Schauspielern mit der Stimme. Vielleicht kommt's daher, dass ich sowieso spaßeshalber nebenher immer mal wieder Gastrollen in Werbe- oder Fernsehfilmen spiele, wobei ich da jetzt keine Karriere draus machen will. Wie auch immer, als Sprecher macht es mir mehr Spaß, richtige Rollen zu sprechen, anstatt in ewig selbem Tonfall die Risiken und Nebenwirkungen runterzuleiern, wegen derer man seinen Arzt oder Apotheker fressen soll (man beachte den schönen Genitiv).

"dodokay" via YouTube & Co. lustig nachsynchronisierte Comedy-Filmchen zu verschenken. Kurze Szenen, meistens aus großem Hollywood-Kino, nachsynchronisiert mit banal-lustigen Themen - mal hochdeutsch, mal schwäbisch. Vor allem letztere Variante hat mittlerweile nicht nur eine große Fangemeinde, sondern sogar ein eigenes Format im SWR Fernsehen, und als Dodokay bin ich ein gestandener schwäbischer Comedian mit eigener Bühnenshow geworden. Premiere der Show war im März 2014 in der Porsche Arena Stuttgart vor über 5.000 Leuten, und seitdem darf ich im schwäbischen Sprachraum vor meistens vollen Hallen spielen. Thanks!

Hollywood hat mir lange Zeit meine Filme immer wieder weggelöscht und mir per E-Mail gedroht, weswegen ich auch nur aus dem Untergrund arbeiten konnte. Mittlerweile scheinen sie mich in Ruhe zu lassen. Vielleicht haben sie eingesehen, dass meine Filme gemäß des § 107 des US-amerikanischen Copyright Act so genannte Fair-Use-Parodien sind. Oder vielleicht lachen Sie ja mittlerweile auch selber drüber. Oder Herr Vader und die Sturmtruppen sind schon unterwegs, mich holen. Keine Ahnung.

Trotz allem möchte ich hier nicht gar zu viel Werbung dafür machen, meine Filmchen waren immer eher als Spaß gedacht. Sollten Sie mal auf YouTube surfen, dann geben Sie als Suchbegriff "dodokay" ein, dann kommt so allerhand aus meiner Synchronschmiede. Die Figuren spreche ich übrigens grundsätzlich alle selbst, auch die Frauen.

Jemand hat mal über mich geschrieben, ich wäre "der deutsche Seth MacFarlane, nur ohne die Cartoonzeichner-Fähigkeiten". Das sehe ich als große Ehre, denn wenn ich jemals ein Vorbild als Voice Actor hätte, dann wäre es Seth. Bisschen blöd finde ich die Anmerkung mit den fehlenden Cartoonzeichner-Fähigkeiten, denn wie man hier deutlich sehen kann, bin ich auch ein großartiger Cartoonzeichner.

Wie auch immer: Beim Klick auf den Lautsprecher können Sie sich anhören, wie ich klinge, wenn ich nicht Bruce Willis oder Kiefer Sutherland schwäbeln lasse.

Sprecher-Demoreel Dominik Kuhn 2012 (MP3)


Ach so, und seriös synchronisieren darf ich mittlerweile auch. Mein erster Job war die Rolle des Wim in der belgischen Indie-Komödie "Ich bin tot, macht was draus". Wim spricht in der deutschen Fassung mit flämischem Akzent, und ich durfte das machen, weil ich halt Niederländisch kann. Auch so eine lange Geschichte.

 
 
 
 
 
 
 

Und gleich noch ein halber Anglizismus. Dank meiner Erfahrung als Filmregisseur und Sprecher/Schauspieler, und aufgrund des Umstandes, dass ich einigermaßen verständlich Englisch und Niederländisch und kaum verständlich Deutsch spreche, erfreue ich mich einer erhöhten Nachfrage als Dialog-Coach, Dialekt-Supervisor und Sprachschnittstelle für Film- und Hörspielproduktionen der verschiedensten Couleur.

Soll heißen: Ich bringe hochdeutsch sprechenden Schauspielern das Schwäbeln bei,
vermittle auf Dialogebene zwischen englischsprachigen Filmproduktionen und deutschen Schauspielern (und umgekehrt) oder helfe bei der Übertragung von idiomlastigen Dialogen von Deutsch nach Englisch oder Niederländisch (und umgekehrt).

Ein sehr nettes Projekt der jüngeren Zeit war meine Arbeit bei der aktuellen Jerry-Cotton-Verfilmung mit Christian Tramitz und Heino Ferch, bei der ich für eine der Figuren als Schwäbisch-Coach tätig war ... gibt's auf DVD und Blu-Ray.

 
 
 
 

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